Medienpreis der Deutschen Geographie

Die Deutsche Gesellschaft für Geographie vergibt alle zwei Jahre zum Deutschen Geographentag den Medienpreis der Deutschen Geographie. Ausgezeichnet werden herausragende journalistische Arbeiten, die einem breiten Publikum geographische Themen spannend, informativ und wissenschaftsnah vermitteln. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Bewerbungen sind mit Beiträgen aus den Bereichen Print, TV, Hörfunk und Neue Medien möglich. Der Jury des Preises gehören Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Geographie und namhafte Journalisten an.

Die Preisträger

2013
Den mit € 3000,– dotierten Medienpreis der Deutschen Geographie 2013 erhalten zu gleichen Teilen Herr Diplom-Journalist Sven Preger (Bonn) und Herr Diplom-Journalist Michael Watzke (München).
Sven Preger
Foto S. PregerSven Preger wird für seinen Beitrag in der Reihe „ZeitZeichen“ im Hörfunk von WDR, NDR und SR (WDR-Sendedatum am 07. März 2013) unter dem Titel „Todestag des Pädagogen und Kartographen Carl Diercke“ ausgezeichnet, der Leben und Werk Carl Dierckes in den Mittelpunkt stellt und dabei dessen kartographische Arbeit in enger Verbindung zur Geographie würdigt. Prof. Dr. Eckart Ehlers vom Geographischen Institut der Universität Bonn wird mehrfach durch O Töne eingebunden. Sven Preger stellt insbesondere die Bedeutung von Dierckes kartographischer Leistung für die Geographie in Schule und Universität heraus. Der im Westermann-Verlag erscheinende Diercke-Weltatlas wird hinsichtlich seiner Publikationswirkung an Schulen als herausragendes Beispiel geographischer Außendarstellung sichtbar, sodass die Auszeichnung mit dem Medienpreis der Deutschen Gesellschaft für Geographie 2013 an Sven Preger nach einstimmiger Meinung der Jury überaus gerechtfertigt ist.
Michael Watzke
Foto M. WatzkeMit dem Medienpreis der Deutschen Geographie 2013 ausgezeichnet wird Michael Watzkes im Deutschlandfunk in der Reihe „Wissenschaft aktuell“ am 09. Juni 2013 gesendeter Beitrag „Hochwasserschutz in Regensburg“. In diesem Beitrag zum Hochwasserschutz greift er die jüngsten Überschwemmungen aus dem Sommer 2013 auf. Neben dem Gespräch mit Betroffenen werden sowohl die technischen Aspekte des Hochwasserschutzes als auch die ökologischen Implikationen in vernetzter Weise dargestellt. Mit diesem Ansatz wird unmittelbar eine geographische Sichtweise angesprochen. Über einen O-Ton bindet Michael Watzke eine Regensburger Geographie- Absolventin ein, damit gelingt es, ausdrücklich und unter Einbeziehung und Benennung geographischer Fachkompetenz, einen Beitrag zur medialen Außenwirkung der Geographie zu leisten, sodass die Jury einstimmig für die Auszeichnung Michael Watzkes mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie 2013 votiert hat.

2012
Foto M. StangMichael Stang
„China geht das Wasser aus – Konzepte gegen den Mangel im Reich der Mitte“
Halbstündiges Radiofeature über die dramatischen Folgen von Klimawandel und Bevölkerungswachstum in China.

 

2009
Foto R. WernerRenate Werner
„Kein Brot für Öl – Der Biosprit-Boom in Kolumbien“
Halbstündige TV-Reportage über den Biospritbedarf der Industrieländer und seine Auswirkungen auf Landwirtschaft und Gesellschaft in Kolumbien.

 

2007
Foto G. PaálGábor Paál
Rohstoff Erde – Wie der Welthandel Lebensräume verändert“ Halbstündiges Radio-Feature über die Ökonomisierung von Landschaften als Rohstofflieferanten, die globale Konkurrenz von Produkten und Ressourcen und die teils dramatischen Folgen für Umwelt und Lebensräume.
Jäger und Sammler gegen Agrobusiness – Der verzweifelte Kampf der Indios im Gran Chaco“ Halbstündiges Radio-Feature über den ungleichen Verteilungskampf zwischen Agrokonzernen und Ureinwohnern im Norden Argentiniens.

 

2005
Foto P. MetzgerPatrik Metzger
Ende im Gelände – Über den verschwenderischen Umgang mit unserer Landschaft
45-minütiger Film (DVD) über die Ursachen der Zersiedlung von Landschaft, die Folgen der übermäßigen Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr und mögliche Wege zu einer flächenschonenden Siedlungspolitik.

 

2003
Foto C. CorvesChristoph Corves
Süßhunger – der heimliche Zuckerkrieg
45-minütiger Dokumentarfilm über den weltweiten Handel mit Zucker, über Gewinner und Verlierer im globalen Zuckergeschäft.

 

2001*
* (unter der Bezeichnung „DGfG-Journalistenpreis; mit Unterstützung von Westermann Schulbuchverlag)
Foto V. ThurnValentin Thurn
„Jurassic Alb“ Film über die Geschichte des Ölschiefers im Schwarzjura der Schwäbischen Alb.
„Die Wüste greift nach Spanien“ / „Spaniens durstige Erde“
Zweiteilige TV-Serie über Wälder und Wassernot in Spanien.
„Die Schwabenkinder“ Film über Kinderarbeit und Kindermärkte in Oberschwaben.
„Ein Tag – ein Schiff – ein Toter“ Radio-Feature über verseuchte Schrottschiffe, deutsche Reeder und indische Arbeiter

     

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